Wenn ein Platz in der Kirche leer bleibt
Besuche bei alten und kranken Menschen zur Haus- und Krankenkommunion
In jeder Pfarrgemeinde gibt es vertraute Gesichter. Menschen, die sonntags immer an ihrem Platz sitzen, die beim Friedensgruß freundlich nicken oder nach dem Gottesdienst ein kurzes Gespräch führen. Umso auffälliger ist es, wenn ein Platz plötzlich leer bleibt. Man fragt sich: Wo ist sie geblieben? Warum ist er heute nicht da?
Oft hat das Fehlen einen stillen Grund. Alter, Krankheit oder körperliche Schwäche machen den Weg in die Kirche unmöglich. Was für die Gemeinde wie ein leerer Platz aussieht, ist für die betroffene Person häufig eine schmerzliche Erfahrung – das Gefühl, ausgeschlossen zu sein, nicht mehr dazuzugehören.
Für viele ist es schwer, nicht mehr kommen zu können. Umso wichtiger ist ein Besuch; vielleicht sogar zur Haus- oder Krankenkommunion. Dies zeigt: Du gehörst weiterhin dazu. Wir denken an dich.
Diese Besuche sind mehr als ein kurzer Moment. Sie bringen Nähe, Zeit und ein gutes Gefühl, nicht vergessen zu sein.
Wer bemerkt, dass jemand länger fehlt oder jemanden kennt, der sich über einen Besuch oder die Hauskommunion freuen würde, darf sich gern melden. So helfen wir mit, dass unsere Gemeinschaft lebendig bleibt – auch außerhalb der Kirche.
Kontakt: uta.juergens@erzbistumberlin.de
Uta Jürgens, Gemeindereferentin, Pfarrei Johannes Bosco